Paul Aurelien

ist einer der bekanntesten Heiligen der Bretagne. Der ältste Sohn des Britannischen Fürsten Pophius vollzog seine Ausbildung im Kloster Saint-Iltrud. Im Alter von sechzehn Jahren verließ er das Priesterseminar um sich zurückgezogen eine Einsiedelei zu errichten. Dort lebte er und versuchte Gutes zu tun.
Der König Britanniens, namens Mar´ch, erfuhr von seinen Tugenden und trug ihm das Amt des Bischofs in seinem Lande an. Paul jedoch lehnte dankend ab und bat Mar´ch ihn um die Genehmigung seinen Hof verlassen zu dürfen. Ungern willigte der König ein. Die Legende erzählt, bevor sich Paul auf den Weg begab traf er im Kloster Cambrina seine Schwester. Diese berichtete ihm davon, das bei jeder starken Flut die Mauern des Klosters in Gefahr seien. Aurelien, so heißt es, gebot dem Meer eine bestimmte Marke nicht zu übersteigen, und seitdem gab das Meer Ruhe.
Der Morgen graute und so betrat Paul in Begleitung seiner Gefährten ein Schiff in Richtung Amorika. An der Küste der Ile de Quessant erreichten sie das Land und bewanderten es. Dort wo der heutige Hauptort der Insel Lan-Paul ist, beschloß Paul seine Einsiedelei zu bauen. Doch im Schlaf erschien ihm ein Engel und gebot ihm nicht länger zurückgezogen zu leben. Und so begab er sich am nächsten Tag erneut auf sein Schiff und setzte zum Festland über. Die Insel Moléne wurde erreicht, doch auch diese war nicht das endgültige Ziel der Reise. In der Bucht von Porsal in der Nähe des Amach Du, des schwarzen Felsens, setzten sie ihren Fuß an Land. Lampaul- Ploudalmézeau heßt heute der Ort, an dem Aurelien sein Kloster erbaute.
Die bretonischen Einsiedler lebten verstreut in den Wäldern. Ein Mönch mit Namen Jaoua hatte seine Bleibe nahe einer Quelle. Ein wilder Büffel zertsörte sie wieder und wieder. Jaoua bat Paul um Rat, worauf dieser bei Jaoua einzog. Am Abend kam wieder der Büffel. Als er Paul erblickte warf er sich ihm zu Füßen und wälzte sich im Staub. Dann sprang er auf und rannte in den Wald um nie wieder aus ihm hervorzukommen.
Gott erschien Paul Aurelien und befahl ihm mit dem Herrscher des Landes in Verbindung zu treten. Widerstrebend foglte er dem Gebot. So zog er an der Küste entlang und traf einen Schweinehirten. Dieser führte ihn zum Grafen Withur. An der Flußmündung bei Morlaix, auf der Ile de Baz residierte der Graf. Fromm und gelehrt traf der Heilige den Herrscher und im Moment des Erblickens kam beiden die Erinnerung ihrer Verwandschaft. Sie schwelgten gerade in der Kindheit, als ein Fischer einen Lachs zum Verzehr brachte. In dessen Bauch fand sich eine Glocke, bei deren Anblick Paul Aurelien in Lachen ausbrach.
"König Mar´ch besaß sieben derer" berichtete er: "Sie riefen die Gäste zum Essen. Ihr Klang war so rein, das ich zum Zeichen unserer Freundschaft um eine bat. Mar´ch schlug meinen Wunsch aus, und nun schickt mir Gott die Glocke um sie von Euch zu empfangen und mich Ihrer zu verpflichten!"
Withur erzählte von einem Drachen, welcher auf der Insel sein Unwesen trieb. Oft schon hatte er seinen Untergebenen den Befehl gegeben den Drachen zu töten, doch viele fanden den Tod und wer es überlebte, dann nur durch die Flucht. Paul Aurelien nun begab sich zum Drachen um ihn zu stoppen, auch wenn viele ihn daran hindern wollten, er ließ sich nicht beirren. In der Drachenhöhle angekommen, legte er dem Drachen seine Stola um den Hals und führte ihn zur Küste. Dort angekommen gebot er ihm sich ins Meer zu stürzen und nie wieder aufzutauchen.
Aus Freude über den Erfolg und das Ende des Schreckens überließ Graf Withur dem Heiligen die Insel Ile de Baz. Als Dank und Gott zu Ehren erichtete Paul Aurelien auf dieser sein Hauptkloster. Da der gute Einfluß des Heiligen allerorten zu spüren war, trug auch Graf Withur Paul das Amt des Bischofs an. Doch Aurelien antwortete mit denselben Worten, die auch König Mar´ch hörte:"Ich ziehe es vor, das Land zu verlassen!" Doch Withur ersann eine List um ihn an sich zu binden.
Der Graf bat ihn eine besonders delikate Depesche als Gesandter an den Hof des Königs Childebert zu überbringen. Dies könne nur ein wirklich vertrauenswürdiger Freund tun. Paul Aurelien wollte die Bitte nicht abschlagen und machte sich auf den Weg. Im Brief schilderte Withur jedoch sein Anliegen, und Childebert verstand und spielte mit.
Zum Schein machte er Paul heftigste Vorwürfe. Er würde selbstnützig und überheblich sein Können nur für sich behalten. Paul, niedergeschlagen ob der Vorwürfe willigte ein das Bischofsamt zu übernehmen, und ihm wurde sofort durch durchdrei durchreisende Bischöfe Würde verliehen. Dann hielt Paul nichts mehr am Hofe und sofort kehrte er nach Hause zurück. Dort angekommen begann er gleich mit der Verwaltung seiner Diözese. Sein Hauptkloster blieb auf der Insel, den Bischofssitz aber verlegte er nach Castel-Pol (das heutige Saint Pol de Leon). Angeblich soll Paul Aurelien 140 Jahre alt geworden sein. Er starb in seiner Klause, die er unweit seines Hauptklosters erichtet hatte.
Auf die Überführung seines Leichnahms nach Saint Pol de Leon reagierten die Inselbewohner mit Wut und Traurigkeit. So suchte man nach einer Möglichkeit die sowohl den Menschen auf der Insel als auch denen auf dem Festland gefallen würde. Man stellte auf halbem Wege zwei Ochsenkarren so zueinander, das sich ihre Ladeflächen berührten. Dann legte man den Leichnahm jeweils zur Hälfte auf die Wagen. Im Moment des Anziehens der Karren Verschwand der Leichnahm. Ein Karren fuhr zur Insel, und der andere nach Castel-Pol. Erst als beide Karren ihr Ziel erreicht hatten, wurde der Leichnahm des Heiligen wieder sichtbar. Mit Bedauern sahen die Insulaner ihren Karren leer. Umso größer war die Freude der Stadtbewohner, die die sterblichen Überreste in Empfang nahmen.
Tja, wer es bis hierher geschafft hatt..., da freu ich mich!! zurück zur "Bretagne"

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